ICB 4 Reports: Projektmanager-Zertifikanten kämpfen mit Bloom

Dieser Artikel ist für die Kandidaten (m/w) geschrieben, die sich als Projektmanager nach dem ICB 4 Standard zertifizieren lassen wollen und enthält meine persönlichen Empfehlungen. 

Problemlösung bei ICB 4 Reports

Für die Berichte (nachfolgend wie in den Zertifizierungs-Unterlagen „Reports“ genannt), die für eine IPMA / GPM Zertifizierung der Projektmanager abgegeben werden müssen, gelten nach dem neuen Standard ICB 4 die sogenannten Bloom-Stufen der Kompetenzdarstellung.

Benjamin Bloom ist vor allem bei den Pädagogen bekannt, die seine 6-Stufige Taxonomie im kognitiven Lernbereich (Wissen und intellektuelle Fähigkeiten) anwenden. Bloom hatte für die Lernziele auch eine affektive und eine psychomotorische Taxonomie erstellt. Das IPMA/GPM ICB4 Projektteam hatte aus dieser Taxonomie den kognitiven Teil aufgegriffen, um die notwendigen Kompetenzen bezüglich der einzelnen KCIs (Key Competence Indicators) zu definieren.

Leider tun sich auch die wirklich erfahrenen Projektmanager schwer, ihre Kompetenzen in ihrem Bericht nach dieser Taxonomie darzustellen. Wenn man sieht, dass die Projektmanager zum großen Teil Ingenieure, IT-Leute oder Betriebsfachleute sind (also keine Pädagogen), ist es auch nicht weiter überraschend. Nun ist aber der Bericht ein Pflicht-Teil für die Zertifizierung und muss unbedingt bestanden sein, damit die Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen werden kann. Also muss man durch. Das ist derzeit gleichermaßen frustrierend sowohl für die Zertifikanten als auch für die Assessoren.

Inzwischen habe ich als Assessorin einige Berichte nach ICB 4 bewerten und leider abweisen müssen. Daher versuche ich also in diesem Blog (ohne „klugscheißen“ zu wollen) einige Tipps zum Schreiben dieser Reports abzugeben, mit der Hoffnung, dass wir alle den „Bloom-Kampf“ künftig besser bewältigen.

Nachfolgend also meine persönlichen Empfehlungen an die Zertifikanten:

1. Empfehlung zum Schreibstil:

Der Bericht für die Zertifizierung (Level C oder Level B) ist keine wissenschaftliche Arbeit, sondern soll IHRE Kompetenzen beschreiben. Verwenden Sie daher keine in der Fachliteratur empfohlene Formulierungen in dritter Person, wie „nach der Risiko-Analyse wurden Maßnahmen definiert“ oder „man hatte die Entscheidung getroffen“. Schreiben Sie lieber nach der Risikoanalyse habe ich mit dem Kernteam entsprechende Maßnahmen definiert" oder auf Basis der Daten habe ich folgende Entscheidung getroffen" oder ich habe die Entscheidungsvorlage für den Lenkungsausschuss erstellt und die Entscheidung durchgesetzt".

Die Assessoren müssen IHRE Kompetenzen erkennen! Beschreiben Sie daher, was SIE als Projektleiter getan und entschieden haben! 

2. Empfehlung zur Anzahl der beschriebenen Indikatoren (KCI): 

Klar, Sie wollen nicht zu viel Arbeit investieren und mit möglich wenig Aufwand Ihre Kompetenzen ausreichend darstellen. Bedenken Sie jedoch, dass sie mindestens 10 von den bearbeiteten 20 Kompetenzelementen (Competence Element, CE) für Level C bzw. 11 von 22 für Level B bestehen müssen. Ein CE ist bestanden, wenn mindestens die HÄLFTE seiner KCIs bestanden ist. Diese „Hälfte“ wird aber aufgerundet: wenn also ein CE 5 KCI hat, müssen mindestens 3 KCI bestanden sein, damit der CE anerkannt wird. Wenn Sie z.B. für ein CE mit 5 KCIs nur 2 KCIs beschreiben, war die ganze Arbeit umsonst, weil Sie keine Chance hatten zu bestehen. Wenn Sie es wirklich schaffen, die minimale Auswahl an KCIs (hier also als Beispiel 3 von 5) überzeugend darzustellen, freuen sich auch die Assessoren. Wenn allerdings ein einziger KCI nicht überzeugend beschrieben ist, ist das ganze CE nicht bestanden! Beschreiben Sie daher lieber immer einen KCI mehr als notwendig.

3. Empfehlung zum Inhalt: 

Aus dem Namen des KCI ist vielleicht nicht immer klar, welche Maßnahmen genau der Zertifikant beschreiben sollte, um belastbare Evidenz zu seiner Kompetenz nachzuweisen. Es ist hilfreich, hier das ICB 4 Handbuch aufzuschlagen: bei jedem KCI ist eine Liste mit Maßnahmen bzw. Messgrößen aufgeführt, die von den Assessoren zur Beurteilung der Evidenz für den jeweiligen KCI herangezogen werden.

Beispiel bei dem KCI 4.5.10.6: Planung und Steuerung: „Eine Phase oder das Projekt abschließen und evaluieren“ sind im ICB 4 Handbuch folgende Messgrößen aufgelistet:

  • Organisiert den Prozess des Phasen- oder des Projektabschlusses 
  • Organisiert und moderiert einen Projektphasen- oder Projektabschluss-Workshop 
  • Moderiert die Projektevaluierung 
  • Erstellt einen Lessons Learned Bericht über die Projektphase oder das Projekt 

Diese Liste kann der Zertifikant als eine Art Checkliste für seinen Bericht verwenden, um seine Kompetenzen mit konkreten Beispielen aus seinem Projekt aussagefähig zu beschreiben.

4. Empfehlung zur Struktur:

Die Kandidaten für Level C-Zertifizierunghaben es gut. Wenn Sie die in der Anleitung empfohlene Strukturierung befolgen und in erster Person schreiben, haben sie (fast) automatisch Bloom Stufe 3 beschrieben und daher mit großer Wahrscheinlichkeit den Report bestanden.

Die PM-ZERT Anleitung Z01C sagt: die Kompetenz-Indikatoren entweder nach der STAR Methode zu beschreiben (Situation /Task / Action / Result), oder nach der vereinfachten STAR-Methode: Herausforderung/ Umgang mit dieser Herausforderung / Ergebnis.

Beispiel KCI 4.5.10.6: Planung und Steuerung: „Eine Phase oder das Projekt abschließen und evaluieren“ nach STAR:

Situation: In unserem PM-Handbuch wird empfohlen, Lessons Learned am Ende des Projekts durchzuführen“. Unser Projekt hatte jedoch relativ lange Phasen nach dem Wasserfall Modell, daher war es wichtig, auch nach jeder Phase eine Bewertung der Ergebnisse und Lessons Learned durchzuführen.

Task: Wir wollten am Ende jeder Phase sicher sein, dass alle Phasenziele und die Voraussetzungen für die nächste Phase erfüllt sind.  

Action: Daher habe ich am Ende jeder Phase einen Meilenstein eingeplant und einen Workshop mit dem Kernteam durchgeführt, die Phasen-Ergebnisse bewertet, eine Liste offener Punkte erstellt und den Start der neuen Phase freigegeben.

Result: Dadurch hatte ich auch deutliche Daten für den Lenkungsausschuss und wir konnten uns nach jeder Phase etwas verbessern.

Der gleiche KCI als Beispiel nach der vereinfachte STAR Methode: 

Herausforderung: In unserem PM-Handbuch wird empfohlen, Lessons Learned am Ende des Projekts durchzuführen“. Unser Projekt hatte jedoch relativ lange Phasen nach dem Wasserfall Modell, daher war es wichtig, auch nach jeder Phase eine Bewertung der Ergebnisse und Lessons Learned durchzuführen.

Wir wollten am Ende jeder Phase sicher sein, dass alle Phasenziele und die Voraussetzungen für die nächste Phase erfüllt sind.  

Umgang mit dieser Herausforderung: Daher habe ich am Ende jeder Phase einen Meilenstein eingeplant und einen Workshop mit dem Kernteam durchgeführt, die Phasen-Ergebnisse bewertet, eine Liste offener Punkte erstellt und den Start der neuen Phase freigegeben.

Ergebnis: Dadurch hatte ich auch deutliche Daten für den Lenkungsausschuss und wir konnten uns nach jeder Phase etwas verbessern.

So können Level-C Kandidaten beschreiben, wie sie ihre diesbezügliche Kompetenz angewendet haben. Mit dieser Beschreibung erreichen sie (fast automatisch) die Bloom-Stufe 3 „Anwendung“ und machen es so den Assessoren möglich, diese Kompetenz Audit-sicher anzuerkennen.

Die Kandidaten für die Level B-Zertifizierung haben es etwas schwieriger: sie müssen nicht nur beschreiben, wie sie ihre Kompetenz angewendet, sondern auch wie sie die jeweilig geforderte Bloom Stufe erfüllt haben. (Eine hilfreiche Beschreibung der Bloom-Taxonomie im kognitiven Bereich finden sie z.B. hier oder hier.)

Die Empfehlung für die Strukturierung des Reports ist die gleiche, wie für Level-C-Kandidaten.

Das KCI im Beispiel oben 4.5.10.6: Planung und Steuerung: „Eine Phase oder das Projekt abschließen und evaluieren“ erfordert für Level-B Kandidaten Bloom Stufe 6 „Beurteilung / Evaluation“ und könnte für Level-B also z.B. so aussehen:

„Situation“ und „Task“ bzw.  „Herausforderung“ und „Result“ bzw. „Ergebnis“ können wie oben für Level-C beschrieben werden.

 „Action“ bzw. „Umgang mit der Herausforderung“ müsste allerdings z.B. so aussehen: 

Daher habe ich am Ende jeder Phase einen Meilenstein eingeplant: in einem Workshop mit dem Kernteam haben wir die IST- mit den SOLL Daten des magischen Dreiecks nach den definierten Qualitätskriterien verglichen und bewertet. Auf dieser Basis konnte ich entscheiden, ob wir den Start der neuen Phase freigeben können.

Es ist doch nicht so schwer, oder?

5. Empfehlung zu Bloom Stufen:

Machen Sie es sich und den Assessoren einfacher, indem Sie die „richtigen“ Verben für die Beschreibung ihrer Kompetenzen verwenden, so wie sie in zahlreichen Veröffentlichungen und auch in der Anleitung Z01 beschrieben sind – natürlich nur wenn sie so zu Ihrer Kompetenz passen: 

Bloom-Stufe 2– Verstehen: begründen, einordnen, ordnen, unterscheiden, vergleichen, wiedergeben, beschreiben

Bloom-Stufe 3– Anwendung: anwenden, aufstellen, ausführen, berechnen, bestimmen, interpretieren, unterscheiden, verdeutlichen

Bloom-Stufe 4 – Analyse: ableiten, analysieren einkreisen, gegenüberstellen, gliedern, isolieren, klassifizieren, zerlegen, zuordnen

Bloom-Stufe 5 – Synthese: abfassen, aufbauen, entwerfen, entwickeln, gestalten, kombinieren, konstruieren, lösen, organisieren, zusammenstellen

Bloom-Stufe 6 – Beurteilung/Evaluation: auswerten, beurteilen, bewerten, differenzieren, entscheiden, qualifizieren, urteilen, vergleichen, vertreten, widerlegen, folgern, gewichten, vereinfachen

(Eine hilfreiche Beschreibung der Bloom-Taxonomie im kognitiven Bereich finden sie z.B. hier oder hier.)

6. Anmerkung zu Evidenz:

Der Zertifizierungsprozess nach ICB4 ist Evidenz-basiert. Der Kandidat (m/w) muss also in dem Zertifizierungsprozess glaubhaft Evidenz über jede geforderte Kompetenz nachweisen. Dies kann er im Report, in der schriftlichen Prüfung, im Workshop und letztendlich im abschließenden Interview tun. 

Wenn Sie aber z.B. Folgendes schreiben „Risikomanagement wurde bei uns nicht explizit durchgeführt“ oder „in unserem Projekt wurde kein PSP erstellt“, haben Sie leider keine Evidenz für diese jeweilige Kompetenz nachgewiesen und dieser KCI kann auch trotz perfekt strukturierter Beschreibung nicht anerkannt werden.

Die Projektleiter in agilen Projekten können die Situation im Projekt natürlich wie folgt beschreiben:
 „In unserem Projekt wurde kein expliziter PSP erstellt, weil wir mit agilem Ansatz gearbeitet und daher anstelle eines PSP einen Backlog mit allen Leistungen aufgestellt und gepflegt haben“– dann wäre z.B. die „klassische Welt“ auf die „agile Projektwelt“ gemappt und dem Assessoren möglich gemacht, diese Kompetenz anzuerkennen.

Auf Anregung von einigen Assessoren-Kollegen möchte ich an dieser Stelle noch mal betonen, dass wir bei Level-C und -B persönliche Kompetenzen zertifizieren und kein theoretisches Wissen! Also bitte, liebe Zertifikanten, beschreiben Sie was Sie wirklich gemacht haben und nicht, was im Lehrbuch steht, das man machen sollte!

 

Huch, dieser Artikel ist ziemlich lang geworden! Er wurde auch teilweise aus meinem Frust über die abgewiesenen Reports genährt...  Ich hoffe jedoch, dass er hilfreich ist und sowohl den Kandidaten als auch uns Assessoren das Leben leichter macht?! 

Bitte schreibt mir ein Kommentar oder Anmerkung, wie diese Beschreibung bei euch angekommen ist – ich würde mich sehr freuen!

Sachliches Feedback zur Zertifizierung gerne an Feedback-ZERT@gpm-ipma.de

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Dr. Sandra Bartsch-Beuerlein

Dr. Sandra Bartsch-Beuerlein ist seit 20 Jahren PM-ZERT Assessorin für die Zertifizierung der Projektmanager und seit 10 Jahren IPMA Assessorin für Zertifizierung der PM-Berater und der Organisationen nach dem IPMA Delta Model. Sie hatte über 30 Jahre lang eine Informatik-Beratung mit integriertem Projektmanagement Know-How Center und führte im Laufe der Jahre Projekte für namhafte internationale Unternehmen durch und einige PMOs ein. Sie war Gast-Dozentin für Projektmanagement an der Uni Bamberg und ist Autorin von zahlreichen Fachpublikationen. Derzeit ist sie GPM Delegierte für Bayern und Mitglied des GPM Personalausschusses.


Kommentare

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25.01.2020 – 17:37

Sandra Bartsch-Beuerlein

Hallo zusammen. Erst mal entschuldige ich mich für meine total verspätete Reaktion. Ich bin es von meiner Website und meinem Blog gewohnt, dass ich eine Meldung bekomme, wenn ein neuer Kommentar erscheint. Dass ist leider auf diesem GPM Blog nicht der Fall, daher habe ich Ihre Kommentare rein zufällig heute entdeckt!

 

Dennoch versuche ich auf die bisherigen Fragen zu antworten, vielleicht wird die Info wenigstens für die nächsten Zertifizierungs-Kandidaten hilfreich.

 

Vielen Dank an alle für die positiven Rückmeldungen, das freut mich sehr und motiviert mich, weitere Blogs zu schreiben:

 

@Rolf Nuechter: Sie haben bereits eine ausführliche Antwort von der PM-ZERT bekommen (ich war da an CC).

Ja, wir haben echt einen Paradigma-Wechsel von ICB3 auf ICB4:

Bei ICB3 haben wir uns gefreut, wenn der Kandidat (m/w) im Vorbereitungs-Seminar endlich gelernt hatte, wie welche Instrumente und Methoden hilfreich einzusetzen sind (wie Umfeld- und Stakeholder-Analyse, Projektstrukturplan, Risikoanalyse u.a.) und uns bei der Zertifizierung „versprochen“ hat, dass er diese künftig professionell einsetzt.

Bei ICB4 wollen wir Evidenz sehen, dass und wie er diese in seinen Projekten bereits eingesetzt hatte. Wenn der Kandidat (m/ w) z.B. von der Projektstrukturierung kein Gebrauch gemacht hatte, muss er dafür entweder eine SEHR gute Erklärung geben, oder diese Evidenz ist einfach nicht erfüllt.

 

@Mark Kemmler: Bitte blättern Sie noch mal in der ICB4 Individual Competence Baseline für Projektmanagement nach (in der englischen oder deutschen Version)! Im Kapitel 4 sind ausnahmslos bei jedem KCI (Kompetenzindikator) 2 bis Messgrößen (als Bullet Points, Abschnitt „Messgrößen“ ) für die Beurteilung dieser Kompetenz angegeben.

Die deutsche Version können Sie von der GPM-IPMA.de Website kostenlos unterladen: www.gpm-ipma.de/fileadmin/user_upload/GPM/Know-How/programm-icb4/IPMA_ICB4_PM_deutsch_170213.pdf

 

Die englischen Versionen stehen alle im IPMA.World Shop auch als E-Books kostenlos zum Download bereit: shop.ipma.world

Klicken Sie auf das Auge-Symbol bei dem kostenpflichtigen Papier-Buch - dann kommen Sie zu dem kostenlosen E-Book.

 

@Victoria Dorbritz

Ja, sorry, das haben die Links so an sich, dass sie sich manchmal ändern.

IPMA hatte inzwischen ihre Website umorganisiert (ist auch gut so) und alle Publikationen sind jetzt übersichtlich im IPMA Shop zu haben.

Zu den Downloads der E-Books kommt man jeweils, wenn man bei der entsprechenden Publikation auf das Symbol mit dem Auge klickt. shop.ipma.world

 

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen!

Beste Grüße

Sandra Bartsch-Beuerlein

 

17.12.2019 – 12:26

Sascha Schmidt

Danke für Ihren sehr hilfreichen Artikel! Ich stehe vor einer Level B Zertifizierung und "kämpfe" in der Tat mit den Bloom-Stufen und dem "wie" man diese nachweisen kann.

 

Der Satz der mir wirklich noch nachklingt ist:

"Also bitte, liebe Zertifikanten, beschreiben Sie was Sie wirklich gemacht haben und nicht, was im Lehrbuch steht, das man machen sollte!"

 

Danke und Daumen hoch!

06.11.2019 – 13:32

Rolf Nuechter

Guten Tag Frau Dr. Sandra Bartsch-Beuerlein,

 

erstmal vielen Dank für Ihre Ausführungen zum ICB Report. Sie sind sehr hilfreich, da man sonst eigentlich neben den Leitfäden als offiziellen Dokumenten gar keine Infromationen findet wie man nun solch einen Report konkret schreiben soll.

 

Momentan schreibe ich an meinem Report für den IPMA Level B. Ich arbeite an der Komplett-Zertifizierung und nicht nur einer Höherzertifizierung. Dazu habe ich die bekannten Seminare bei meinem Trainingsanbieter absolviert. Mein ausgewähltes Projekt liegt naturgemäß zeitlich davor.

 

Wenn ich Ihre Ausführung lese:

 

"Auf Anregung von einigen Assessoren-Kollegen möchte ich an dieser Stelle noch mal betonen, dass wir bei Level-C und -B persönliche Kompetenzen zertifizieren und kein theoretisches Wissen! Also bitte, liebe Zertifikanten, beschreiben Sie was Sie wirklich gemacht haben und nicht, was im Lehrbuch steht, das man machen sollte!",

 

empfinde ich eine gewisse Diskrepanz und kämpfe an machen Stellen mit dem Spagat zu erlerntem theoretischen Wissen, das ich teilweise ja erst im Seminar gelernt habe, schon die Kompetenz in davor liegenden Projeketen gezeigt haben zu müssen um die geforderdeten KPIs zu bestehen.

Eigentlich wäre die Reihenfolge: Theorie, Anwendung im Projekt, Zertifizierungsprüfung.

 

Wie kann ich damit umgehen?

 

Mit freundlichem Gruß

 

Rolf Nuechter

 

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Dr. Sandra Bartsch-Beuerlein

Dr. Sandra Bartsch-Beuerlein ist seit 20 Jahren PM-ZERT Assessorin für die Zertifizierung der Projektmanager und seit 10 Jahren IPMA Assessorin für Zertifizierung der PM-Berater und der Organisationen nach dem IPMA Delta Model. Sie hatte über 30 Jahre lang eine Informatik-Beratung mit integriertem Projektmanagement Know-How Center und führte im Laufe der Jahre Projekte für namhafte internationale Unternehmen durch und einige PMOs ein. Sie war Gast-Dozentin für Projektmanagement an der Uni Bamberg und ist Autorin von zahlreichen Fachpublikationen. Derzeit ist sie GPM Delegierte für Bayern und Mitglied des GPM Personalausschusses.