– 11.07.2023

Zusammenarbeit in der Bildung und ihre Bedeutung für die Zukunft der Arbeit

Bildungskooperation: Schlüssel zur zukünftigen Entwicklung

Arbeiten von zu Hause aus hat sich in Deutschland zunehmend etabliert, obwohl für Unternehmen keine Homeoffice-Pflicht mehr besteht. Durch die Verfügbarkeit verschiedener Arbeits- und Kommunikationstools, ziehen viele aus Bequemlichkeit und Komfort das Heimbüro vor. Diese Arbeitsumgebung, geprägt von Homeoffice oder hybrider Arbeit, kann für Studierende, die noch nicht in die Arbeitswelt eingetreten sind, neu und herausfordernd sein. Diejenigen, die im Homeoffice bleiben möchten, haben meist Schwierigkeiten produktiv in einem Großraumbüro zu arbeiten. Die Folge: Das Zugehörigkeitsgefühl im Team und der Fortschritt und Erfolg bei der Arbeit können beeinträchtigt werden. Um Studierende mit den notwendigen Fähigkeiten für diese moderne Arbeitslandschaft auszustatten, passt sich auch die Bildungswelt an die neuen Anforderungen an. Kollaborative Zusammenarbeit gewinnt auch in der Bildung immer mehr an Bedeutung und ermöglicht es Studierenden, soziale Kompetenzen zu trainieren, Empathie zu fördern und den Wettbewerbsdruck zu senken, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulen und Universitäten. Was bedeutet das also für die Zukunft der Arbeit?


Probleme in der neuen Arbeitswelt


Mit neuen Entwicklungen in der Arbeitswelt sind Herausforderungen unvermeidlich. Beispielsweise können die Arbeit von zu Hause aus und hybride Arbeitsmodelle das Verständnis von Normen, Werten und Umgangsformen bei der Arbeit behindern oder zu einem Mangel an Verhaltens-, Kooperations- und Netzwerkkompetenzen führen, die für eine gute Teamarbeit unerlässlich sind. Diese Auswirkungen auf soziale Fähigkeiten können die Produktivität der Mitarbeitenden sowie die Unternehmenskultur beeinträchtigen. Ein Mangel an Orientierung erschwert es Berufseinsteigern sich im Arbeitsleben weiterzuentwickeln, da sie nicht den Vorteil haben direkt neben anderen zu lernen oder von jemandem mit mehr Erfahrung betreut zu werden. Folglich liegt der Fokus neuer Arbeitnehmer meist auf ihrer Wirkung nach außen, anstatt tatsächlich berufsrelevante Fähigkeiten auszubauen.


Wie kooperatives Lernen einen Unterschied machen kann


Zusammenarbeit in der Bildung ist wichtiger denn je, da sie junge Menschen mit den Fähigkeiten und Werten ausstattet, die für eine gute Teamarbeit und Arbeitskultur erforderlich sind. Wenn Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten und ihr vielfältiges Wissen und ihre Fähigkeiten bündeln, um ein Problem zu lösen oder ein Projekt abzuschließen, fördert dies den Erfolg in der Schule durch eine gerechte Aufgabenverteilung, die auf den Stärken des Einzelnen basiert. Der Wettbewerbsdruck in der Schule lässt ebenfalls nach, da die Zusammenarbeit im Team jedem die Chance ebnet, gemeinsam gute Ergebnisse zu erzielen. Ein weiterer Vorteil ist Empathie und Verständnis, nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch darüber hinaus. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Schulen können zusammenarbeiten, um mehr über andere mit unterschiedlichem Hintergrund zu erfahren und von ihnen zu lernen. Wenn diese Initiativen bereits in der Schule umgesetzt werden, können Schülerinnen und Schüler das, was sie gelernt haben, später in der Arbeitswelt anwenden, um eine bessere Zusammenarbeit im Job zu gewährleisten.


Wie Schülerinnen und Schüler Eigeninitiative ergreifen


Technologie hat in den letzten Jahren eine entscheidende Rolle in der Bildung eingenommen, wobei neue und aufkommende Software zur digitalen Zukunft der Schulen beiträgt. Diese Plattformen sind auch immer wichtiger für die Förderung der Zusammenarbeit, da sie es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich digital zu vernetzen und gegenseitig zu unterstützen. Die Plattform zur Notizen-Freigabe „Studocu“ ist ein ausgezeichnetes Beispiel für dieses Phänomen. Sie begann als Campus-Projekt, da die Gründer von Studocu frustriert darüber waren, wie zeitaufwändig es war, Zusammenfassungen, Vorlesungsnotizen und andere Lernmaterialien für Prüfungen zu sammeln. Studocu nutzt die Kraft des Internets und des Crowdsourcing, um es Studierenden, die dieselben Kurse belegen, zu erleichtern, auf Vorlesungsnotizen zuzugreifen. Inzwischen ist die Plattform global expandiert und beinhaltet über 20 Millionen Lernressourcen von 21.000 Institutionen weltweit.

Andere Apps und Plattformen wie „Padlet“ ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, in Echtzeit zusammenzuarbeiten. Sie können auf eine virtuelle Pinnwand, ein "Padlet", zugreifen, um verschiedene Medien hochzuladen. Text, Bilder, Videos, Links, Sprachaufnahmen, Bildschirmaufnahmen und Zeichnungen können auf das Board gepostet werden, sodass Schülerinnen und Schüler Themen diskutieren und auf kreative Weise Erkenntnisse teilen können, indem sie diese Beiträge zusammentragen. Eine App wie „Kahoot!“ ermöglicht es, lustige und einzigartige Quizze für einander zu erstellen, was das Lernen für Tests oder das Verständnis komplexer Themen verbessert.

Wie im Blog-Beitrag „ChatGPT und die Zukunft der Schule" erwähnt, wird die „Digitalisierung des Lernens" seit Jahren als enormes Potenzial gehandelt. Während wir Veränderungen erwarten, basiert die moderne Bildung immer noch auf dem „Transfer von Material" und auf dem Aufbau sozial-emotionaler Fähigkeiten und der Persönlichkeitsentwicklung. Der Wechsel zum kollaborativen Lernen ist eine gute Sache, da wir die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt betrachten und diese Möglichkeiten nutzen. Indem eine optimale Lern- und Teamumgebung geboten wird, können Schülerinnen und Schüler experimentieren und Wege erkunden, um miteinander zu arbeiten und sich gegenseitig zum Erfolg zu verhelfen. Kollaboratives Lernen geht über den Campus und das Klassenzimmer hinaus, da die erlernten Fähigkeiten Schülerinnen und Schüler in einer neuen Arbeitsumgebung helfen können, was eine hoffnungsvolle und stärker vernetzte Zukunft der Arbeit bedeutet.

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